Astrodrama

Planetentanz

Genau wie jeder Mensch ist jedes Sonnensystem, jeder Planet einzigartig. Aufbau und Beschaffenheit eines Sonnensystems lassen Rückschlüsse auf die Bewußtseinsentwicklung vermeintlicher Lebewesen ziehen, die dort existieren.
Dabei steht die zentrale Sonne als Rollenmodell für das „Selbst“, und zusammen mit den inneren Planeten für jene Eigenschaften, mit denen man sich relativ gut identifizieren kann.
Um jedoch das „Selbst“ zu entfalten und von den Beschränkungen des „kleinen Egos“ frei zu werden, führt die Entwicklungsrichtung ins All – ins All-eins-sein- hinaus.


Die Bahnen der äußeren Planeten symbolisieren also verschiedene Entwicklungsstufen und Lernschritte, die es im Laufe der Bewußtseinsentfaltung zu entdecken, zu wertschätzen und zu integrieren gilt.
In den letzten 20 Jahren haben wir diese Planeten zum ersten Mal aus der Nähe zu Gesicht bekommen und eine Vielzahl neuer Fakten über sie kennengelernt, die das Verständnis um die Wirkensweise dieser Planeten und um die Evolution des Bewußtseins in unserem Sonnensystem ungemein erweitern können.
Um zu verdeutlichen, wie verschieden das psychische Make-up anderswo sein kann, hier noch ein paar Beispiele:

Astronomen schätzen, daß sich die Mehrzahl aller Sonnensysteme aus zwei oder mehr Sonnen zusammensetzt, die munter umeinanderkreisen. Keine guten Voraussetzungen für ein Weltbild, dominiert von einem allmächtigen Gott, bzw. einem unsterblichen Wesenskern einer Seele.

Oder weniger weit hergeholt: Wie würde es sich anfühlen, wenn, wie beispielsweise auf dem Jupiter oder Saturn, über ein Dutzend Monde über unseren Himmel zögen? Können Sie sich vorstellen, daß unser Bezogen- Sein auf einen Partner stark damit verbunden seinkann, daß zu unserer Erde nur eine Sonne und eine Mondin gehören?

Der komplette Band - z.Zeit ca. 71 A4 Seiten, inkl. 96 Abbildungen, Photos, Horoskope und Tabellen, umfaßt bislang die Planeten Merkur bis Pluto.
 Er kann für 16.- Euro/S.Fr 22.- , inkl. Inlandsporto per email : anfrage@astrodrama.de bestellt werden.
 Im Dezember 2016 wieder lieferbar!!
Bitte Betrag nach Erhalt überweisen.
 
Leseprobe:
 Neptun- Teil 3

An dieser Stelle möchte ich nochmals ausdrücklich die Wichtigkeit der progressiven Reihenfolge von
a) Tierkreis und
b) Planetenabständen zur Sonne betonen.
Nicht umsonst folgen Schütze, Steinbock, Wassermann und Fische aufeinander im Jahreslauf, genauso wie Jupiter von Saturn, Uranus und Neptun abgelöst wird.
Jeder Schritt baut auf den vorhergehenden auf. Wenn eine Stufe ungenügend entwickelt oder gar übersprungen wird, ist auf den nachfolgenden Stationen mit massiven Problemen zu rechnen.
Mit anderen Worten, wer bei Neptun oder den Fischen gelandet ist und im Gefühlschaos versinkt, hauptsächlich Verwirrung erlebt, sich in Abhängigkeit von Drogen, Träumen oder anderen Dingen befindet, der hat seine Hausaufgaben bei den vorhergehenden Stufen schlecht gemacht und tut gut daran, die vorhergehenden Etappen noch einmal nachzuholen.
Ohne dieses solide, gewachsene Fundament hat die Auflösung und die Feinstofflichkeit schon manch einen ins ‚unheilsame Chaos‘ anstatt ins ‚aufgehobene Eins-Sein‘ geführt.
Zum Thema Selbstaufgabe und zum Transzendieren der persönlichen Planeten fällt mir folgender doppelsinniger Zen-Spruch ein:
„Das Ego – jage es, umzingele es, mach es kalt … aber mußman die Gans nicht erst fangen, bevor man sie braten will?“
Die Bedürfnisse der inneren Planeten sollten also erst einmal genügend Raum gehabt haben, bevor sie losgelassen werden können.
Der Mond muß seine Bedürftigkeit, seinen ganz persönlichen Hunger (Tierkreiszeichen und Aspekte), der Merkur seinen Wissensdurst und Kommunikationsdrang gestillt haben etc. … Wer sich zu früh auf die Umlaufbahnen von Saturn, Uranus, Neptun und Pluto begibt, wird sich früher oder später wieder diesen verdrängten oder abgeklemmten Persönlichkeitsanteilen stellen müssen.
Meist passiert dies erst in Pluto’s Sphären, dessen Job es ist, Ganzheit herzustellen, das Abgeschobene wieder zu integrieren.
Wenn wieder ein persönlicher Planet temporär im inneren Orchester die erste Geige spielt, braucht sich jemand, der alle diese Planetenstufen nacheinander durchlaufen und entwickelt hat, weder davor abzugrenzen oder diesen Persönlichkeitsanteil zu verdrängen, noch verliert er seinen konstruktiven neptunischen Zustand durch dieses temporäre Intermezzo. Er weiß: Alles, was kommt, geht auch wieder.

Das häufigste „Ausblenden“ bei Anhängern neptunisch idealisierter Lebensphilosophien und Bewegungen geschieht der Mars-Energie gegenüber. Wer kennt nicht Esoteriker, die angesichts der kleinsten Aggression oder anderer roher Seiten des Lebens Reißaus nehmen, oder zumindest abwertend dichtmachen.
Wohin z.B. mit dem überschäumenden Kinder- Mars im Erziehungsstil der Anthroposophen? Wohin mit der Sexualität beim ernsthaften Meditieren? … (wie die lange Liste von sexuellen Lehrer-Schüler-Übergriffen in verschiedensten Traditionen zeigt.)
Wer es auf der Neptun-Stufe nicht zulassen kann, daßMars-Energie temporär seinen Körper/Geist einnimmt, d.h. man selber auch – quasi als kosmisches Rollenspiel – Marsenergie ausdrückt, der wird auf Pluto’s Umlaufbahn ein böses Erwachen haben.
Nur im Zulassen, Durchlassen, Spüren und wieder Vergehenlassen einer archetypischen Energie nimmt man ihr den „Wind aus den Segeln“ und verhilft ihr zu einem konstruktiven, positiven Ausdruck. Dies ist die annehmende, mitfühlende Praxis, ja Lebenseinstellung, sich selbst und anderen gegenüber auf der Neptun- Stufe des spirituellen Weges.
Es geht darum, negativ besetzte Dinge nicht mehr abzuwerten und sich vom Leib zu halten, sondern im Zulassen und wieder Loslassen zu erlösen.
Dies beinhaltet meist ein sich selbst und anderen verzeihen und vergeben. Jegliches krampfhafte Ausblenden und Verbannen würde nur zu einem Stau und zu einem Aufbau der Energie des kosmischen Urprinzips führen, mit dem man sich später zwangsweise wieder auseinandersetzen müßte.
Doch warum es soweit kommen lassen, wenn dies auch ohne Drama zu bewerkstelligen ist! Wirklich loslassen kann man also nur das, was man vorher einmal selbst war, selbst gelebt hat.
So mancher blutarme, kränkelnde Fisch, so mancher melancholische, zerbrechliche oder hypersensitive Neptunier täte gut daran, sich selbst mit Feuer-/Mars-Kraft zu verbinden, um dadurch natürliche Widerstandskraft und Lebensenergie zu gewinnen.
Was sind nun die Eigenschaften, die bei Jupiter, Saturn und Uranus integriert werden müssen, um einen (angenehmen) zufriedenen, positiven und dauerhaften Neptun- Aufenthalt zu garantieren, um zu vermeiden, daß „der Fisch“ sozusagen „den Bach hinuntergeht“?

In Jupiter’s Bereich geht es darum, Visionen eigener erfüllender Lebensinhalte zu bekommen, dem eigenen Leben Sinn und Bedeutung zu geben und zu lernen, in allen möglichen Umständen aus eigener Kraft heraus Optimismus und Freude zu behalten. Typisch neptunische Zustände irgendwo zwischen Richtungslosigkeit und Hoffnungslosigkeit zeugen also von vergessenem, verlorenem Jupiter-Gut.

Die Erfahrungen, die bei Saturn gesammelt werden, sind jedoch die Wichtigsten, um bei Neptun nicht unterzugehen.
Es geht darum, ein tiefes Wissen darüber zu bekommen, was gut und förderlich für die eigene Seele, für die eigene Entwicklung ist, und die Stärke zu bekommen, sich von anderen, nicht hilfreichen Dingen abzugrenzen.
Dies beinhaltet die Entwicklung einer zutiefst persönlichen moralisch-ethischen Instanz, die besonders auf der Frage basiert:
Was ist es, was mir und anderen Leiden bringt?
und wie kann ich darauf verzichten? ….. daran etwas ändern?
Sowie: Wie zu leben, so daß es mir und anderen so viel wie möglich Unterstützung und Zufriedenheit auf dem Lebensweg bringt?

Es geht darum, die eigenen Grenzen kennenzulernen und zu respektieren, persönliche Spielregeln und Gesetze fürs Leben zu entwerfen, und vor allem darum, sich dann ohne Rigidität konsequent daran zu halten.

Auch die Kunst, sich den Gesetzen der Materie zu unterwerfen und dabei den „spirit“ nicht zu verlieren, kommt aus Saturn’s (Lebens-) Schule

. Auf dem spirituellen Weg ist dies die Phase, sich in regelmäßiger, täglicher Praxis zu üben, Durchhaltevermögen und Ausdauer und damit ein gewisses Maß an Gleichmut zu entwickeln. Zentral in dieser Phase ist das hautnahe Erfahren der Wahrheiten, daß sowohl Festhalten als auch Kontrolle Leiden zur Folge haben …
Nur nach ausgedehnten saturnischen Lehrjahren ist es möglich, wirklich tief in Uranus- und Neptun-Sphären einzutauchen, ohne Schaden, bzw. großen Zeitverlust, bei der eigenen Entwicklung davonzutragen.
Dies ist der Grund, warum in allen traditionellen spirituellen Wegen das oft eintönige Erlernen der Basis, der Grundlage so betont (oft überbetont) wird.

Ein Neptunier mit integriertem Saturn ist fähig, 100%ig in die Emotionen der Umgebung, anderer Menschen einzutauchen. Er kann anderen aus Einfühlungskraft weiterhelfen, indem er genau spürt, wo der andere steht. Trotzdem wird er weder von Gefühlen überschwemmt, noch zum konfusen, Gefühle aufsaugenden Schwamm, wie es oft vielen unglücklichen Fischen geschieht.
Der Neptunier mit integriertem Uranus kann Situationen, in denen er menschlich zutiefst bewegt ist, zur selben Zeit von einer Meta- Ebene aus betrachten, die kausalen Zusammenhänge, die sie verursacht haben, erkennen und oft genug über die zutage tretende „kosmische Komik“ der Polaritäten lachen.
Ohne diesen uranischen Lernschritt, auf dem man Spaß daran bekommt, sich in alle möglichen Standpunkte und Rollen hinein- und wieder herauszuversetzen, mit Gegensätzen zu spielen und plötzlich Situationen zu verändern, ist die Gefahr gegeben, bei Neptun zu ernst zu werden, zuviel Tiefgang zu bekommen.
Schon manche fromme Seele ist deshalb in einer Helferrolle steckengeblieben, in unermüdlichem Einsatz den Riesenberg des Leidens in der Welt abzutragen.
Diese Menschen sind unbestritten sehr wichtig, quasi wie Balsam auf den immer wieder neu aufreissenden Wunden der Erde.
Jedoch wird sich ein Mensch auf der Neptun- Stufe, der Saturn integriert hat, dessen Uranus aber unterentwickelt ist, davor hüten, unbequeme Meinungen zu äußern, geschweige denn politisch aktiv zu werden, um z.B. einen gesellschaftlichen Machtfaktor anzuprangern, der die weltliche Ursache ist für sehr viel Leid der Menschen, der im Alltag mit viel Einsatz immer wieder neu „verdoktert“.
Der Schulterschluß von Saturn und Neptun, ohne Uranus, verleitet schnell dazu, im Stillen unauffällig zu wirken, und Konfrontationen und Kämpfen aus dem Weg zu gehen, die in vielen Situationen im Beseitigen der Ursache von Leid viel effektiver wären.
Ohne Uranus ist die Tendenz auch groß, sich einer (spirituellen) Tradition zu verschreiben und nur innerhalb derer Gesetze zu fungieren und Gutes zu tun.
So jemand mag dann ein Einfühlungsvermögen bezüglich allgemeiner menschlicher Probleme entwickelt haben, das gesellschaftliche, rassen- und religionsbedingte Grenzen überschreitet, ist aber unfähig, sein eigenes Weltbild, seinen eigenen Glauben zu relativieren.
So mag sich ein Christ in kritischen Momenten auf den Satz „weil er für uns am Kreuz gestorben und wieder auferstanden ist“ berufen, und daraus seine Kraft ziehen, und vollkommenes Unverständnis zeigen, wenn sich ein Andersgläubiger in derselben Situation beispielsweise mit einer inneren Anrufung eines Elementarwesens oder seines Gurus wieder inneren Halt verschafft.
Das gleiche kann in jeder anderen Religion auch passieren, indem man – oft ungewollt – quasi spirituelle Scheuklappen aufsetzt und nur einige Kernaussagen, Glaubenssätze verinnerlicht und damit auch als Fisch/Neptunier dazu beiträgt, den religiösen Fundamentalismus zu verstärken.
Bei Uranus gilt es also, die Freiheit des Rein- und Rausgehens und des Unabhängigseins, kosmischen Humor durch die innere Fähigkeit des Standortwechsels und schnelles geistiges Erfassen von kausalen Zusammenhängen zu entwickeln – wichtige Fähigkeiten auf dem Wege in Neptun’s unterscheidungsloses Sein.

Wohlbemerkt, wer um seine Gefühlstiefe bangt: Diese uranisch/wassermännischen Eigenschaften behindern nicht das volle Eintauchen in das neptunische Fühlen.
Dieser klare, durchblickende Zustand kann durchaus parallel zu einem mit Tränen und Ergriffenheit erfüllten neptunischen Zustand bestehen